Perspektive Berufsabschluss - Das Programm des BMBF

"Perspektive Berufsabschluss" war ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit dem Ziel, den Anteil von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne beruflichen Abschluss durch strukturelle Veränderungen dauerhaft zu senken.

Zwischen 2008 und 2013 wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aus Bundesmitteln und von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds 97 Projekte bundesweit mit insgesamt rund 67 Mio. € finanziert:

Im Förderschwerpunkt „Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung“ galt es, durch 42 Projekte geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, um an- und ungelernten jungen Erwachsenen mit und ohne Beschäftigung einen nachträglichen Berufsabschluss zu ermöglichen.

Im Förderschwerpunkt „Regionales Übergangsmanagement“ galt es, an 55 Standorten – darunter die Stadt Fürth - die verschiedenen bereits vorhandenen Förderangebote und Unterstützungsleistungen aufeinander abzustimmen, um Jugendlichen den Anschluss von der Schule in eine Berufsausbildung zu erleichtern.

Im Einzelnen zielte RÜM Fürth darauf ab,

  • den Handlungsbedarf in der Kommune quantitativ und qualitativ zu erfassen und Verfahren zu entwickeln, die das RÜM systematisch mit Daten unterfüttern,
  • Strukturen und Prozesse einer „akteursübergreifenden“ Kooperation und Verfahren der Abstimmung von Akteuren, Aktivitäten und Angeboten zu entwickeln,
  • transparent zu machen, welche Zuständigkeiten und Handlungsmöglichkeiten die einzelnen Akteure bei der Gestaltung des Übergangsmanagements haben,
  • das verfügbare Spektrum von Förder- und Unterstützungsangeboten so zu systematisieren, dass Übergänge gelingen,
  • Effektivität und Qualität der Förderinstrumente des Übergangsmanagements zu steigern,
  • wirksame Verfahren, Standards und Instrumente des Übergangsmanagements für eine nachhaltige Nutzung zu dokumentieren.

Methodisch setzte RÜM Fürth hierbei auf:

  • Netzwerkmanagement und Informationstransfer,
  • Bestands- und Bedarfsanalyse zur Situation am Übergang aus Sicht der beteiligten Akteure,
  • quantitative Längsschnittstudie zum Verbleib der Mittel- und Förderschulabgänger/innen aus dem SJ 2010/2011 (Erstbefragung im Juli 2011, Folgebefragungen jew. im April 2012 und 2013),
  • Auswertung, Vergleichsanalyse und Dokumentation amtlicher statistischer Daten und Berufsintegrationsberichterstattung,
  • Dokumentation des lokalen Übergangssystems und Förderrepertoires in einer Schriftenreihe mit allen relevanten Informationen zum Übergang Schule-Beruf in Fürth,
  • Workshops für Lehrkräfte und andere Multiplikatoren der beruflichen Bildungs- und Integrationsarbeit,
  • Standardisierung der Übergabeverfahren und Entwicklung eines verbindlichen Übergabemanagements zwischen allgemein- und berufsbildenden Schulen und Übergangssystem,
  • Geschlechter- und kultursensible Gestaltung der beruflichen Orientierung an Schulen auf der Grundlage der Expertise und Konzeption des Gender Zentrums Augsburg,
  • Interkulturell orientierte Elternarbeit in Kooperation mit externen Fachleuten,
  • Evaluation und Qualitätsentwicklung.

Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen des Regionalen Übergangsmanagements der Stadt Fürth im Förderzeitraum finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Programm „Perspektive Berufsabschluss“ und der Arbeit an den 55 Projektstandorten des Regionalen Übergangsmanagements erhalten Sie auf der gleichnamigen Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Seit Oktober 2013 wird die Koordinierung des Übergangs Schule – Beruf von der Stadt Fürth finanziert.